Allgemeine Geschäftsbedingungen
Dachflächen OS — ein Angebot der I.P.S Service GmbH · https://dachflaechen-os.de
Stand: 22. Juli 2026
§ 1 Anbieter, Geltungsbereich
(1) Anbieter:
I.P.S Service GmbH
Wendenstraße 435, 20539 Hamburg
HRB 180424, Amtsgericht Hamburg
(nachfolgend „Anbieter“)
(2) Diese AGB gelten für alle Verträge über die Bereitstellung der Software „Dachflächen OS“ als gehostete Anwendung. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Mit Vertragsschluss bestätigt der Kunde, in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln.
(3) Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nicht, es sei denn, der Anbieter stimmt ihnen ausdrücklich in Textform zu.
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Der Vertrag umfasst zwei Leistungen:
- a) Einrichtung (einmalig): Bereitstellung einer eigenen, isolierten Instanz der Software für den Kunden, Einrichtung des Zugangs, Onboarding gemäß Leistungsbeschreibung des gebuchten Pakets (B2C, B2B oder Kombi).
- b) Hosting und Bereitstellung (laufend): Betrieb der Kundeninstanz, Zugang über den Browser, Datensicherung, Bereitstellung von Fehlerbehebungen.
(2) Die Software unterstützt die Identifikation und Bewertung von Dachflächen für Photovoltaik auf Basis von Google-Diensten. Der Betrieb erfordert eigene Google-API-Zugänge des Kunden; deren Beschaffung, Kosten und Nutzungsbedingungen (Google-Terms) liegen beim Kunden.
(3) Keine Erfolgszusage: Geschuldet ist die Bereitstellung der Software, nicht ein bestimmtes Ergebnis (z. B. Anzahl, Qualität oder Abschlussquote von Leads). Kennwerte wie Flächen-, Leistungs- und Ertragsangaben sind Schätzungen auf Basis von Drittdaten (Google).
(4) Der Versand von E-Mails oder sonstiger Werbung an Dritte erfolgt ausschließlich durch den Kunden über dessen eigene Infrastruktur. Die wettbewerbs- und datenschutzrechtliche Zulässigkeit seiner Ansprache (insb. § 7 UWG) verantwortet allein der Kunde.
§ 3 Vertragsschluss
Der Vertrag kommt mit Abschluss des Bestellvorgangs (Zahlung der Einrichtungsgebühr und Bestätigung dieser AGB sowie der Auftragsverarbeitungsvereinbarung) zustande, spätestens mit Bereitstellung des Zugangs.
§ 4 Preise, Zahlung
(1) Es gelten die im Bestellvorgang ausgewiesenen Preise: eine einmalige Einrichtungsgebühr sowie eine monatliche Nutzungsgebühr je Paket. Alle Preise netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer; bei gültiger USt-IdNr. eines EU-Kunden Reverse-Charge.
(2) Der erste Monat der Nutzungsgebühr ist in der Einrichtungsgebühr enthalten; die monatliche Abrechnung beginnt 30 Tage nach Bereitstellung.
(3) Zahlung über den Zahlungsdienstleister (Stripe); die monatliche Gebühr wird im Voraus je Abrechnungsmonat eingezogen.
§ 5 Laufzeit, Kündigung
(1) Der Hosting-Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und ist von beiden Seiten monatlich zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats kündbar. Die Kündigung des Kunden erfolgt über das Kundenportal (Selbstverwaltung) oder in Textform.
(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(3) Die Einrichtungsgebühr wird bei Kündigung nicht — auch nicht anteilig — erstattet; die Einrichtungsleistung ist mit Bereitstellung erbracht.
§ 6 Zahlungsverzug, Sperrung
(1) Schlägt der Einzug der monatlichen Gebühr fehl, informiert der Anbieter den Kunden. Erfolgt innerhalb von 7 Tagen kein Zahlungseingang, kann der Anbieter den Zugang sperren (Instanz pausieren). Die Daten des Kunden bleiben während der Sperrung erhalten.
(2) Nach Zahlungseingang wird der Zugang unverzüglich reaktiviert. § 7 (Vertragsende, Löschung) bleibt unberührt.
§ 7 Vertragsende, Datenexport, Löschung
(1) Mit Vertragsende endet der Zugang zur Instanz.
(2) Der Kunde kann bis zum Vertragsende sowie auf Anfrage innerhalb von 30 Tagen danach einen Export seiner Daten (CSV) erhalten.
(3) 30 Tage nach Vertragsende werden Instanz und Daten einschließlich Sicherungen gelöscht (Details: Auftragsverarbeitungsvereinbarung).
§ 8 Verfügbarkeit, Wartung
(1) Der Anbieter erbringt das Hosting mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns und strebt eine hohe Verfügbarkeit an; eine bestimmte Verfügbarkeit (SLA) wird nicht zugesichert. Wartungsfenster werden nach Möglichkeit angekündigt und außerhalb üblicher Geschäftszeiten gelegt.
(2) Nicht zu vertreten hat der Anbieter Ausfälle durch Dritte, insbesondere der Google-Dienste, des Internetzugangs des Kunden oder höhere Gewalt.
§ 9 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde hält seine Zugangsdaten (Lizenzschlüssel) geheim und gibt sie nicht an Dritte außerhalb seines Unternehmens weiter. Der Zugang ist je Vertrag für ein Unternehmen bestimmt.
(2) Der Kunde stellt gültige eigene Google-API-Zugänge bereit und hält deren Nutzungsbedingungen ein.
(3) Der Kunde nutzt die Software nur im Rahmen des geltenden Rechts, insbesondere des Wettbewerbs- und Datenschutzrechts, und stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Nutzung durch den Kunden beruhen.
§ 10 Gewährleistung, Haftung
(1) Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte für Mietleistungen mit folgender Maßgabe: Die verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB) ist ausgeschlossen.
(2) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, höchstens jedoch auf die vom Kunden in den letzten 12 Monaten gezahlten Entgelte.
(3) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt. Für Datenverlust haftet der Anbieter nur in Höhe des Aufwands, der bei ordnungsgemäßer Datensicherung (§ 2 Abs. 1 lit. b) zur Wiederherstellung erforderlich wäre.
§ 11 Kein Widerrufsrecht
Da sich das Angebot ausschließlich an Unternehmer richtet, besteht kein Verbraucher-Widerrufsrecht.
§ 12 Datenschutz
Die Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag des Kunden richtet sich nach der gesondert abzuschließenden Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV), die Bestandteil des Vertrags ist. Im Übrigen gilt die Datenschutzerklärung des Anbieters.
§ 13 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Gerichtsstand ist Hamburg, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
(3) Änderungen dieser AGB werden dem Kunden in Textform mitgeteilt und gelten als genehmigt, wenn der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen widerspricht; hierauf wird in der Mitteilung hingewiesen. Bei Widerspruch besteht ein beiderseitiges ordentliches Kündigungsrecht.
(4) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.
Stand dieser AGB: 22. Juli 2026.